Regeln für das Schießen mit Unterhebelrepetierern (Lever Action)

 

 

 

       Waffen

 

 

 

Disziplin I: Lever Action Gewehre im Kaliber 22lfB (22 lr.)

 

 

 

Disziplin II: Lever Action Gewehre für Zentralfeuermuniton.

 

Zugelassen sind Unterhebelgewehre, deren Modelle vor 1900 entwickelt wurden.

 

ugelassen sind auch entsprechende Repliken.

 

 

 

1.3       Bekleidung: Spezialbekleidung, wie Schießjacke nach Ziffer 1.0.2.3 SpO, Schießhose nach Ziffer 1.0.2.4 SpO und Schießschuhe nach Ziffer 1.0.2.5 SpO ist nicht erlaubt.

 

 

 

1.4       Abzug: mindestens 1000g

 

Der Abzugswiderstand darf nicht mit bloßer Hand regulierbar sein.

 

 

 

1.5       Mündungsbremsen: sind nicht gestattet.

 

 

 

1.6       Ladekapazität: mindestens 5 Patronen.

 

 

 

1.7       Laufbeschwerungen: sind nicht gestattet.

 

 

 

1.8       Gewicht: ohne Limit, jedoch darf das Gewicht der Originalwaffe nicht überschritten werden.

 

 

 

1.9       Schäftung: wie Original.

 

Lochschaft, Handballenauflage oder jede Art von Handstütze gemäß der SpO sind nicht gestattet.

 

 

 

1.10     Visierung

 

Offene Visierung, alternativ Lochkimme mit kleinem Schraubteller.

 

Vernierdiopter u.ä. sind nicht erlaubt.

 

 

 

1.11     Zielhilfsmittel: sind nicht gestattet.

 

 

 

1.12     Gewehrriemen: ist nicht gestattet.

 

 

 

1.13     Schießbrille: ist erlaubt.

 

 

 

1.14     Munition

 

Disziplin I: Randfeuerpatronen im Kaliber 22 lfB (.22 lr.)

 

Disziplin II: Handelsübliche (auch selbstgeladene) Zentralfeuermunition.

 

 

 

2.         Schießentfernung und Scheiben

 

Die Schießentfernung beträgt 50m.

 

Scheiben: Disziplin I + II: Gewehrscheibe 100m gemäß 0.4.3.04 SpO.

 

 

 

3.         Schußzahlen - Schießzeit

 

 

 

3.1       Die Disziplinen I und II bestehen aus je 40 Schuß.

 

20 Schuß stehend in 4 Serien à 5 Schuß in 75 Sek.

 

20 Schuß kniend in 4 Serien à 5 Schuß in 75 Sek.

 

Ab dem 46. Lebensjahr ist statt kniend der Sitzendanschlag erlaubt.

 

Beim Wechsel des Anschlages vom Stehend- zum Kniendschießen beträgt die Pause max. 10 Min.

 

 

 

3.2       Probeschüsse

 

Vor Beginn der Wettkampfschüsse:

 

1 Probeserie im Stehendanschlag à 5 Schuß in 75 Sek.

 

 

 

4.         Ergebnisgleichheit

 

Bei Ergebnisgleichheit ist nach SpO Regel 0.21.2 zu verfahren.

 

 

 

5.         Vorkampf und Endkampf

 

Ab der Landesverbandsmeisterschaft wird eine Unterteilung in Vorkampf und Endkampf vorgenommen.

 

Am Endkampf nehmen die 5 besten Schützen des Vorkampfes teil.

 

Geschossen werden im Stehendanschlag 4 Serien à 5 Schuß in 75 Sek.

 

 

 

5.1       Endergebnis

 

Das Ergebnis im Endkampf wird zum Vorkampfergebnis addiert.

 

 

 

5.2       Ergebnisgleichheit

 

Bei Ergebnisgleichheit schießen die Schützen im Stehendanschlag eine weitere Serie à 5 Schuß, bis ein unterschiedliches Ergebnis zustande kommt.

 

 

 

6.         Wertung:

 

Disziplin I: Wertung gemäß SpO Kleinkaliber.

 

Disziplin II: Bei angeschossenen Ringen muß die Einschußmitte auf dem den Ring begrenzenden Kreis liegen (Zentrumswertung).

 

 

 

7.         Durchführung

 

Nach dem Kommando „Laden“ fragt der Schießleiter: „Sind Sie bereit ?“.

 

Kommt kein Widerruf, wird nach ca. 5 Sek. mit dem Kommando „Feuer“ die 5-Schuß-Serie gestartet.

 

Bei Widerruf ist dem Schützen einmalig Gelegenheit zu geben, seine Vorbereitungen

 

In einer Zeit von 15 Sek. abzuschließen. Nach Ablauf der Zeit von 15 Sek. kommt der Aufruf: „Achtung“ und nach weiteren ca. 5 Sek. das Kommando „Start“. Nach Ablauf der Schießzeit von 75 Sek. gibt der Schießleiter das Kommando: „STOP“. Ein nach diesem Kommando abgegebener Schuß wird für diese Serie nicht gewertet. Dem Schützen wird der beste Treffer auf der gerade beschossenen Scheibe abgezogen.

 

8.       Störungen

 

 

 

8.1       Anlage

 

Tritt an einer Anlage eine technische Störung auf, die eine korrekte Beendigung einer

 

begonnenen Serie verhindert, wird diese Serie nicht gewertet und die Schuß- löcher

 

werden abgeklebt. Nach Behebung der Störung wird die Serie wiederholt.

 

Eine zusätzliche Probeserie wird nicht gestattet.

 

 

 

8.2       Waffen- und Munitionsstörung

 

Wird eine Waffe aus irgendeinem Grunde funktionsunfähig, darf der Schütze unter

 

genauester Beachtung der allgemein üblichen Sicherheitsbestimmungen versuchen,

 

die Störung innerhalb der Serienzeit zu beheben und das Schießen fortzusetzen.

 

Falls die Störung in der Serienzeit nicht behoben werden kann, bekommt der

 

Schütze keine Zeitverlängerung. Die geladene Waffe ist zu entladen (entfernen des

 

Magazins, falls technisch möglich) und mit offenem Verschluß und Laufrichtung zur

 

Scheibe abzulegen.

 

Beachtet der Schütze diese Sicherheitsregel nicht, so ist er zu disqualifizieren (rote Karte).

 

Die vor der Störung abgegeben Schüsse werden für diese Serie gewertet. Der Schütze darf in der nächsten Serie wieder antreten. Ein Tausch der Waffe ist nicht erlaubt.

 

 

 

9.         Allgemeines

 

Die Disziplinen I und II werden landesverbandsintern als Einzel- und Mannschafts-wettbewerbe (siehe Anlage 2 der Ausschreibung) ausgetragen. Bis einschließlich Bezirk bleibt es den Veranstaltern vorbehalten, die Disziplinen wie unter Punkt 5 beschrieben, durchzuführen.

 

Die Meldung zur nächsthöheren Meisterschaft erfolgt mit dem Vorkampfergebnis.

 

Bei allen nicht aufgeführten Punkten ist die SpO sinngemäß anzuwenden.

 

 

 

RSB

 

Stand: 10. Sept. 2002